
Kanada-USA im 4 Nations Face-Off-Finale
Kanada gewinnt nach einem deutlichen Vorsprung schlussendlich klar gegen Finnland und trifft im Finale des 4 Nations Face-Off auf die USA.
Finnland erwischte einen Kaltstart gegen die favorisierten Kanadier mit der Paradereihe um Connor McDavid und Nathan MacKinnon. Diese beiden waren dann auch gleich für die frühe Führung der Ahornblätter verantwortlich. Zuerst eröffnete Connor McDavid das Score, ehe Nathan MacKinnon 46 Sekunden später nachdoppelte. Dies veranlasste der Coach der Finnen, Antti Pennanen, nach nur fünf Minuten zu einem Time-out. Dies hatte seine Wirkung. Finnland fand besser ins Spiel, obschon die Kanadier deutlich mehr Scheibenbesitz hatten. In der 14. Minute traf Brayden Point zum 3:0 vor über 17’000 jubelnden Fans. Das Startdrittel ging mit 11:5 Torschüssen und einem 3:0-Vorsprung deutlich an das Mutterland des Eishockeys.
Im Mitteldrittel fand nach einer kanadischen Druckphase NHL-Superstar Sidney Crosby mit einem Pass von hinter dem Tor den sich präsentierenden MacKinnon, der mit dem 4:0 seinen zweiten persönlichen Treffer markierte. Der Arbeitstag von Kevin Lankinen war vorbei. Für ihn stand von nun an Juuse Saros im Tor der Finnen. Nachdem es vor Saros lichterloh brannte, dieser aber seinen Vorderleuten mit guten Paraden wieder den Mut nach vorne gab, kam Finnland durch Roope Hintz zur bisher besten Chance in der 32. Spielminute. Es folgten weitere gute Möglichkeiten für Joel Armia und Erik Haula, der vor dem kanadischen Goalie Jordan Binnington noch eine Strafe herausholte. Diese blieb allerdings ungenutzt. Die Finnen konnten somit bisher eine von fünf Überzahlgelegenheiten ausnutzen. Der Druck Finnlands blieb aber hoch und Mikko Rantanen traf mit seinem Schuss von der Seite nur das Torgehäuse. Artturi Lehkonen lenkte vor der Pause einen Schuss noch gefährlich ab, doch Binnington parierte bravourös.
Im Schlussabschnitt war es bis zur 51. Minute von der Anzahl Schüssen her sehr ausgeglichen. Die Kanadier liessen lange nicht viel anbrennen, ehe Esa Lindell in der 54. Minute der Ehrentreffer gelang. Dachte man. Doch die Finnen melden sich zweimal dank eines sechsten Feldspielers sehenswert zurück. Zuerst versuchte es Patrik Laine zweimal. Bei seiner dritten Scheibenberührung passte er auf Mikael Granlund, der Binnington mit einem platzierten Schuss zwischen den Schonern erwischte. Eine Minute später traf Granlund erneut. Es stand nur noch 4:3 aus Sicht der Kanadier. Sidney Crosby machte mit seinem Empty-Net-Treffer den Sack schlussendlich zu.
Finnland – Kanada 3:5 (0:3|0:1|3:1)
Tore:
0:1|05.|Connor McDavid
0:2|05.|Nathan MacKinnon (Reinhart, Hagel)
0:3|14.|Brayden Point (Sanheim, McDavid)
0:4|26.|Nathan MacKinnon (Crosby, Reinhart)
1:4|54.|Esa Lindell (Lehkonen)
2:4|59.|Mikael Granlund (Laine)
3:4|59.|Mikael Granlund (Barkov, Aho)
3:5|60.|Sidney Crosby (Reinhart) EN
Zuschauer:
17’238 Zuschauer
TD Garden, Boston
Foto: justpictures.ch