
Fribourg schafft das Break und schockt Lausanne
Der HC Fribourg-Gottéron schaffte auch im ersten Playoff-Halbfinalspiel auswärts in Lausanne das Break. Der Qualifikationssieger Lausanne steht bereits unter Druck. Held des Abends war Reto Berra.
Während Lausanne im Startdrittel mit Fribourg-Gottéron noch auf Augenhöhe mitspielte und die ersten 20 Minuten ausgeglichen gestalten konnten, änderte sich das Verhältnis von Puckbesitz und Torchancen im Mittelabschnitt. Nach den Toren von Samuel Walser (15.) und Tim Bozon (16.), war es Julien Sprunger, der kurz nach Spielhälfte die erneute Führung für Fribourg erzielte. Diesem Treffer ging ein gravierender Scheibenverlust der Lausanner in der eigenen Zone voraus. Die Hausherren reagierten prompt. Nur Sekunden später traf etwas glücklich Raphael Prassl zum 2:2. Lausanne hätte nun das Momentum auf ihrer Seite gehabt. Es war allerdings Killian Mottet, der einen Schuss von Dave Sutter vor der zweiten Pause unhaltbar ablenkte.
Im ganzen Schlussabschnitt versuchte Lausanne zwar zu reagieren und hatte die Oberhand, das Spiel auszugleichen. Allerdings sorgte die Verteidigung von Fribourg-Gottéron dafür, dass sich die Stars des LHC nicht wie gewünscht entfalten konnten. Es war beinahe noch Maximilian Streule, der nach einem Konter die Gäste beinahe mit zwei Toren in Führung brachte. Bei Lausanne passte offensiv zu wenig zusammen. Und wenn mal ein guter Schuss kam, stand noch ein überragender Reto Berra im Tor der Drachen. Er wurde folgerichtig zum besten Spieler gewählt.
Nun konnte der Qualifikationssieger das Heimrecht nicht nutzen, ist mit 0:1 ins Hintertreffen geraten und muss nun bereits auswärts in Fribourg reagieren. Kein einfaches Unterfangen für die Startruppe von Geoff Ward.
Lausanne HC – HC Fribourg Gottéron 2:3 (1:1|1:2|0:0)
Stand in der Serie: 0:1
Tore:
0:1| 15.| Samuel Walser (Vey, Bertschy) PP1
1:1| 16.| Tim Bozon (Sklenicka, Raffl)
1:2| 32.| Julien Sprunger (Walser)
2:2| 33.| Raphael Prassl (Hügli, Fiedler)
2:3 |36.| Killian Mottet (Sutter, Ljunggren) GWG
Zuschauer:
9’600 Zuschauer (ausverkauft)
Vaudoise Arena, Lausanne
Foto: justpictures.ch
In der anderen Halbfinalserie zwischen den ZSC Lions und dem HC Davos zeichnete sich ab der 15. Minute nach einigen Davoser Chancen ein deutliches, anderes, Bild ab. Innert knapp zwei Minuten eröffneten die Stadtzürcher das Score durch Dean Kukan. Sven Andrighetto (16.) und Derek Grant (17.) erhöhten vor der Pause auf 3:0. Die Bündner waren immer einen Schritt zu spät und konnten auch im Mittelabschnitt nicht reagieren. Es waren die Lions, die die Führung ausbauten. Bis zur 40. Minute stand es bereits 5:0. Die erste Niederlage für den HCD, der im Playoff-Viertelfinal den EV Zug mit vier Siegen aus dem Titelrennen geworfen hat, war bereits vor dem Schlussabschnitt Tatsache. Immerhin schaffte Filip Zadina der Ehrentreffer. Nicolas Baechler traf zum Schlussstand von 6:1.
Simon Hrubec wehrte 34 Schüsse ab und glänzte mit einer meisterlichen Fangquote von 97.14%. Sein Gegenüber Sandro Aeschlimann zog einen schwarzen Abend ein, parierte aber trotzdem 44 Schüsse. Trotzdem kann er mit einer Fangquote von 88% nicht zufrieden sein.